Tauzieh-Europameisterschaften der Senioren und Weltmeisterschaf-ten der Junioren und Jugend in Castlebar, Irland

Vom 03. Bis zum 09. September ist die EM der Senioren und WM des Nachwuchses der Tauzieher in Castlebar, Irland. Rund 80 Zieherinnen und Zieher mit ihren Trainern und Betreuern sowie Kampfrichtern sind angereist, um sich mit den Besten Europas zu messen. Für den Tauzieh-Nachwuchs (U 23 und U19) sind es sogar Weltmeisterschaften.

Die Anreise mit dem Zug nach Frankfurt und dann per Flugzeug nach Dublin war teilweise schon länger als geplant, aber dann folgte noch eine dreieinhalbstündige Busfahrt quer durch das regnerische Irland nach Castlebar.

Durchwachsener 1. Tag der Tauzieher bei der „Club Open“ in Irland

Am ersten und zweiten Wettkampftag stehen traditionell die „Club Open“ an, wo sich die Clubmannschaften messen.

So auch Deutschland, die am 1. Tag mit gleich 6 Teams vertreten war. Vormittags verpasste die Schwergewichtsmannschaft von Allgäu Power Zell knapp in einer starken Gruppe den Einzug ins Halbfinale. Dagegen schaffte es die Wiedener MU19 bis ins kleine Finale und unterlag im Bronzekampf Taiwan, was den undankbaren 4. Platz bedeutete. Ähnlich erging es dem Mixed-Team aus Philippinenburg. Auch die schafften den Einzug ins kleine Finale und belegten am Ende auch den 4. Platz hinter dem Team aus den Niederlanden.

Am Nachmittag schaffte es leider keine der 3 angetretenen Mannschaften bis ins Halbfinale. Gleich 2 Leichtgewichtsteams, Goldscheuer und Simonswald, haben spannende und teils auch lange Kämpfe gezeigt und sehr starken Gruppen. Letztendlich belegten beide den 3. bzw. 4.  Platz in ihrer jeweiligen Gruppe und verpassten somit den Einzug in die Halbfinals, obwohl es beide Teams sicher verdient hätten. Ähnlich erging es dem Frauenteam von Kaiserberg. Auch sie verpassten knapp den Einzug in die Finalrunde.

Insgesamt haben alle Teams eine gute Leistung gezeigt und auch, dass am Wochenende, wenn die Meisterschaften beginnen, in der Topbesetzung noch Luft nach oben haben könnten und die eine oder andere Medaille drin sein könnte.

 

  1. Tag der Tauzieher bei der „Club Open“ in Irland

Am 2. Tag der „Club Open“ waren nur 2 Teams am Start. Morgens startete die MU 23 aus Eschbachtal von Beginn an sehr gut und wurde auch Gruppenerster. Im Halbfinale standen die Jungs den Powerrangers aus Belgien gegenüber und schafften es in 2 Zügen überzeugend ins Finale um Gold. Im 2. Halbfinale besiegte Taiwan die Südafrikaner in einem langen Kampf und so standen unsere Jungs gegen Taiwan im großen Finale.

Unsere U 23 -Jungs benötigten dann im Finale nur zwei Züge um den verdienten Sieg zu erringen und somit die erste Medaille für Deutschland in Gold!

 

Am Nachmittag ging ein großes Feld beim Mittelgewicht (640 kg) in vier Gruppen an den Start. Unser Mittelgewichtsteam aus Böllen startete nicht so gut und mit insgesamt drei 1:1 fehlte am Ende ein Punkt zum Einzug ins Viertelfinale (bei 4 Gruppen) und verpasste somit einen denkbar knapp Finalplatz.

Am Samstag und Sonntag beginnen die Europameisterschaften der Senioren und Weltmeisterschaften der Junioren und Jugend. Die zwei „Opentage“ haben gezeigt, dass eigentlich alle unsere Teams in Bestbesetzung und von Beginn an voll fokussiert Finalchance und somit auch Medaillenchancen haben können. Aber es hat auch gezeigt, dass das Niveau immer höher wird und die Spitzenmannschaften leistungsmäßig enger zusammenrücken.

Es werden sicherlich zwei spannungsgeladene Turniertage auf unser deutsches Team zukommen und werden hoffentlich mit der einen oder anderen Medaille belohnt.

Der erste Tag der EM endete „goldig“

Der Vormittag des ersten Tages der EM der Senioren und WM der Junioren und Jugend war durchwachsen. Die Jungs der U 19 (560 kg) waren etwas vom Verletzungspech verfolgt und kamen somit nicht richtig in den Wettkampf. Letztendlich belegten sie leider nur den 6. Platz der Jungend-WM.

Etwas besser lief es beim Mixed-Team (580 kg), die sich wacker geschlagen haben. Dier zeigte sich, dass andere Nationen schon länger im Mixed aktiv sind und somit auch besser eingezogen sind und unser Team aber auch noch Luft nach oben hat. Der 5. Platz stand am Ende auf dem Tableau, was unter den gegebenen Umständen völlig ok ist.

Beim Schwergewichtsteam (680 kg) lief es dagegen von Beginn an sehr gut und konnten namhafte Teams in ihre Schranken weisen und zogen als Gruppenzweiter ins Halbfinale. Dort standen sie England gegenüber, die nicht zu schlagen waren und sie somit um Bronze im kleinen Finale kämpften. Der Gegner dort war die Schweiz. Die Schwergewichtler konnten im ersten Zug lange dagegenhalten, verloren diesen aber knapp. Auch der 2. Zug ging an die Schweiz und so war der undankbare 4. aber sehr gute Platz Lohn der Mühen.

Nachmittags starteten die Frauen (520 kg) eher mühsam in den Wettkampf und zeigten aber auch zum Teil eine gute Leistung, gegen zum Teil Mannschaften, die seit Jahren zusammen ziehen und sehr viel Erfahrung mitbringen im Gegensatz zu unserer teils jungen Mannschaft. Leider belegten sie in der Endabrechnung den respektablen 5. Patz.

Beim Leichtgewicht (560 kg) war eine sehr starke Gruppe am Start und gespickt mit Topmannschaften. Unsere Jungs konnten aber alle, außer der Schweiz bezwingen. Als Gruppenzweiter ging es im Halbfinale gegen die Basken (Spanien). In zwei langen und taktisch klugen Zügen konnten die Basken am Ende nicht mehr dagegenhalten und so stand unser Team verdient im Finale um die Goldmedaille. Wie nicht anders erwartet hieß der Gegner abermals Schweiz. In einem von Taktik bestimmten Kampf zeigte unser Team keine Schwächen und die Schweizer machten kleine aber bedeutende Fehler. Wie letztes Jahr bei der WM heißt der neue Europameister im Leichtgewicht DEUTSCHLAND. Gratulation an eine sensationelle Teamleistung.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Ein wechselhafter Sonntag in Irland

Am Abschlusstag der EM/WM war nicht nur das Wetter sehr wechselhaft, sondern auch die deutschen Ergebnisse.

Am Vormittag startete die männliche U 23 (600 kg) und das Schwergewicht versuchte sich in der 720 kg-Klasse, nachdem sie am Vortag in der 680 kg-Klasse den 4. Platz belegten.

Beide Mannschaften starteten sehr gut in den Wettkampf und schafften es in die Finalrunde.

Im Halbfinale standen unsere Jungs der MU 23 den starken Taiwanesen (Chinese Taipei) gegenüber. In 2 Zügen machten unsere Jungs alles klar für den Einzug ins große Finale gegen die Schweizer. Hier hielten unsere Jungs lange gut mit und waren auch fast dran, einen Zug zu gewinnen, was die Schweizer aber kontern konnten. So verlor man das Finale, aber gewann die hoch verdiente Silbermedaille.

Die schweren Jungs standen den späteren Europameistern Niederlande im Halbfinale gegenüber und mussten sich geschlagen geben. Aber nun ging es um die Bronzemedaille gegen die Heimmannschaft aus Irland. In einem packenden Match setzte unsere Mannschaft alles auf eine Karte und konnten die Iren bezwingen. Nach dem undankbaren 4. Platz am Vortag hieß es nun, „The bronce medal goes to Germany!!

Nach diesem erfolgreichen Vormittag, war man gespannt, wie es am Nachmittag beim Mittelgewicht (640 kg) laufen würde und unsere Frauen versuchten sich in der schweren Frauenklasse (560 kg).

Für unsere Frauen war dieser Wettkampf eher eine harte Trainingseinheit, da sie weit vom eigentlichen Wettkampfgewicht entfernt waren. Dennoch konnten sie sich in einigen Begegnungen gut behaupten und belegten am Ende den respektablen 6. Platz.

Das Mittelgewicht hingegen fand von Beginn an nicht in den Wettkampf und ließ schon am Anfang wichtige Punkte liegen und schafften es nicht ins Halbfinale und mussten sich schlussendlich mit dem eher enttäuschenden 9. Platz begnügen.