Der Leichlinger TV und der Deutsche Rasenkraftsport- und Tauziehverband verlieren legendären Trainer Kurt „Eia“ Benner

(von Frank Schäfers)

Die Rasenkraftsportler Deutschlands und insbesondere die Sportler des Leichlinger Turnvereins trauern um eine Trainerlegende und einen Freund – und mit seiner Familie viele Bürger um einen liebenswerten Mitmenschen, dessen Herz lebenslang für den Sport geschlagen hat. Sport war nicht nur sein Hobby, sondern sein Lebenselixier, wie er immer wieder betonte. Kurt Benner ist am vergangenen Samstag, vier Wochen vor seinem 84. Geburtstag, gestorben.

Bis Anfang dieses Jahres hat Kurt Benner, den alle nur bei seinem Spitznamen „Eia“ nannten, im hohen Alter noch täglich auf dem Platz gestanden, um seine Schützlinge zu Höchstleistungen zu motivieren. 55 Jahre lang war der im Westerwald Geborene als Trainer aktiv. Die Rasenkraftsport-Abteilung des LTV hat er 1978 gegründet. Bereits 1979 richtete er seine erste Deutsche Meisterschaft, die der B-Jugend und Junioren für den DRTV aus, 1980 die Deutsche Meisterschaft der Männer. Es folgten zahllose Deutsche Meisterschaften unter seiner Regie, 1983 ein Länderkampf gegen die Schweiz. 1989 führte er den LTV in die Erste Bundesliga und zu ungeahnten Erfolgen. Leichlingen gilt dank ihm bundesweit als Hochburg des Rasenkraftsports, für den Eia auch Bundesliga-Obmann, Ausbilder und Landes-Nachwuchstrainer war.

Mehr als 500 nationale Titel und ein Dutzend Europameisterschaften haben seine Hammerwerfer gewonnen. Auch er selbst war einst Deutscher Meister im Steinstoßen.

Er war Ehrenbürger der Stadt Leichlingen und seit 2009 auch Träger des Bundesverdienstkreuzes. Seine Leidenschaft für den Sport und sein Engagement für den Nachwuchs waren einzigartig.

Wir sind alle tief traurig. Eia hinterlässt eine tiefe Lücke, die kaum zu schließen sein wird.