Rasenkraftsport - Die Disziplinen

Rasenkraftsport-Dreikampf

Der Rasenkraftsport-Dreikampf besteht aus den Teildisziplinen Hammerwurf, Gewichtwurf und Steinstoßen.  Die Reihenfolge der Disziplinen ist nicht fest vorgeschrieben. Sie variiert je nach Wettkampf-Organisation.

Aus den erzielten Leistungen der Einzeldisziplinen und einem bestimmten Koeffizienten werden die Dreikampf-Punkte errechnet:

Hammerwurfleistung geteilt durch durch 0.064 ergibt die Punktezahl fürs Hammerwerfen.

Gewichtwurfleistung geteilt durch durch 0.025 ergibt die Punktezahl fürs Gewichtwerfen.

Steinstoßleistung geteilt durch durch 0.012 ergibt die Punktezahl fürs Steinstoßen.

Die Dreikampf-Punktzahl ergibt sich aus der Punkte-Summe der Einzeldisziplinen.

Hammerwerfen

Das Hammerwerfen ist seit den Spielen von 1900 (Paris) eine olympische Disziplin der Leichtathletik.

Die deutschen Hammerwerfen konnten sich mehrfach in die Siegerlisten bei großen internationalen Wettkämpfen einschreiben (zuletzt Heinz Weis WM1997, Karsten Kobs WM1999). Diese Athleten starten auch im Rasenkraftsport. Zudem finden auch ausländische Spitzenhammerwerfer wie der Ungar Tibor Gecsek (Europameister 1998) den Weg zum Rasenkraftsport.

Im Rasenkraftsport werden keine Meistertitel im Hammerwerfen vergeben. Die Hammerwurfleistung fließt ausschließlich in die Punktewertung des RKS-Dreikampfs ein.

Bild 1 Hammerwerfer in der Drehung

Der Hammer besteht aus einer Kugel, einem Haltegriff und einem Stahldraht, welcher Kugel und Griff zusammenhält. Das Gewicht des Hammers beträgt je nach Altersklasse zwischen 3 und 7,26 kg. Die Länge des Hammers ist auf 119,5 cm (Frauen) bzw. 121,5 cm (Männer) beschränkt.

Bild 2 Wurfhammer

Der Hammer wird aus einem Beton-Kreis mit 2,135m Durchmesser geworfen.

Die Hammerwurf-Technik besteht aus vier Phasen:

  1. Armkreisschwünge

  1. Übergang in die Drehung

  1. Drehung(en)

  1. Abwurf

Gewichtwerfen

Bild 4 Gewichtwerfer beim Abwurf

Das Gewichtwerfen war in den Jahren 1904 (St.Louis) und 1920 (Antwerpen) olympische Disziplin der Leichtathletik. Bei den Olympische Spielen wurde mit einem 41 cm langen und 25,4 Kg schweren Gewicht geworfen. In St. Louis gewann der Kanadier Etienne Desmarteau mit einer Weite von 10,465 Meter. 16 Jahre später war Patrick McDonald (USA) mit 11,265 Meter der Sieger. Zum Vergleich: Die heutigen Spitzenhammerwerfer der 80m-Klasse werfen das historische Gewicht etwa 15 bis 16 Meter weit.

In Europa wurde das Gewichtwerfen nach dem aus dem leichtathletischen Programm gestrichen, während es in den USA weiterhin innerhalb der Leichtathletik betrieben wird.

Das Wurfgewicht ist dem Wurfhammer ähnlich. Die Kugel ist allerdings schwerer und der Verbindungsdraht des Hammers wird beim Wurfgewicht durch eine kürzere Kette ersetzt. Das Männer-Gewicht wiegt 12,5 Kg und ist 50 cm lang, das Frauen-Gewicht wiegt 5 Kg und ist 50 cm lang.

Bild 4 :Olympisches Gewicht mit Dreiangelgriff

Das Wurfgewicht wird im Männerbereich mit der Hammerwurftechnik geworfen. Allerdings kann das "kurze" Gewicht schneller beschleunigt werden. Dadurch reichen den Werfern zwei bis drei Drehungen zur optimalen Beschleunigung aus.

Steinstossen

Der quaderförmige Stoß-Stein wird aus einem ca. 15 Meter langen Anlauf heraus einarmig gestoßen.

Im Anlauf wird versucht eine möglichst hohe Geschwindigkeit zu erreichen. Etwa drei Meter vor dem Balken versucht der Athlet durch seitliche Schritte und dem Zurücknehmen des Steins in eine optimale Abstoßhaltung zu kommen. Der Abstoß erfolgt, indem der Stoßer über den linken Fuß nach vorne und oben in Stoßrichtung springt (Umsprung). Die Technik ist ähnlich dem Speerwerfen (Anlauf, Stemmschritt) und Kugelstoßen (Umspringen, Abstoß).

Das Gewicht des Steins ist abhängig von der Altersklasse. Der Männer-Stein wiegt 15 Kg. Der Frauen-Stein 5 kg. 

Bild 5: Steinstoßer beim Umsprung